Spedition
Straßengüterverkehr von und nach Deutschland
Deutschland liegt dort, wo sich mehrere der wichtigsten europäischen Straßenrelationen kreuzen, und ein großer Teil des Verkehrs auf ihnen beginnt und endet gar nicht hier. LogisticID organisiert Komplettladungen, Teilladungen, Palettensendungen und Expresstransporte von und zu deutschen Standorten über unabhängige Transportunternehmen.
- Handelsregion
- Europa
- Zoll
- Im Zollgebiet der EU
- Straßengüterverkehr
- Anfragen im Straßengüterverkehr werden angenommen

Die Drehkreuzlage und was sie mit der Kapazität macht
Deutschland liegt im Kreuzungspunkt der großen europäischen Straßenrelationen. Von Nord nach Süd läuft Fracht aus Skandinavien und von den Nordseehäfen Richtung Österreich, Schweiz, Italien und Südosteuropa. Von West nach Ost läuft sie von den Benelux-Häfen und aus Nordfrankreich nach Polen, Tschechien, in die Slowakei und weiter. Vieles, was auf deutschen Autobahnen unterwegs ist, wird in Deutschland weder be- noch entladen.
Für einen Versender hat das eine unmittelbare Folge. Die Kapazität auf einer deutschen Relation wird von Verkehrsströmen beeinflusst, die mit der eigenen Ladung nichts zu tun haben, und Rückladungsmöglichkeiten bestehen in Richtungen, die auf der Karte unlogisch aussehen. Das ist einer der Gründe, warum dieselbe Strecke für eine Komplettladung und für eine Teilladung sehr unterschiedlich kalkuliert wird — und von Woche zu Woche wieder anders.
Hinterlandverkehr ab Seehafen ist eine andere Aufgabe
Hamburg und Bremerhaven sind die Überseehäfen des Landes, und Container laufen von dort per Lkw, per Bahn und per Binnenschiff ins Hinterland. Ladung für West- und Süddeutschland wird ebenso häufig über die Benelux-Häfen geführt und auf der Straße hereingeholt — eine deutsche Zustellung setzt also keinen deutschen Hafen voraus.
Ein Straßentransport von oder zu einem Containerterminal ist nicht dieselbe Aufgabe wie eine Fahrt von der Fabrik zum Lager. Er hängt vom Freistellungsstatus, von der Zeitfensterbuchung am Terminal und von der Rückgabefrist für das Equipment ab, und die Fahrzeit ist darin oft die kleinste Größe. Beides gleich zu behandeln ist ein zuverlässiger Weg zu einem Zeitplan, der nicht hält.
Was die deutsche Industrie vom Straßentransport verlangt
Das Nachfragebild folgt der Industrie. Fahrzeugbau und die Zulieferbasis in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Sachsen arbeiten mit gebuchten Zeitfenstern und Kreisläufen für Mehrwegverpackung, wo zu frühes Erscheinen ein eigenes Problem ist. Maschinen- und Anlagenbau erzeugt schwere und übergroße Einzelstücke, bei denen die Verladeart vor der Fahrzeugdisposition feststehen muss. Die chemische Industrie am Rhein und im Ruhrgebiet bringt Gefahrgutklassifizierung in ansonsten gewöhnliche Transporte. Verteilzentren des Handels und des Onlinehandels arbeiten mit Buchungssystemen und weisen Anlieferungen ab, die ihr Zeitfenster verfehlen.
Randbedingungen, die leicht übersehen werden
Der Verkehr schwerer Nutzfahrzeuge ist in Deutschland an Sonn- und Feiertagen beschränkt, mit Ausnahmen, die von Ladung und Fahrzeug abhängen — und die Feiertage sind nicht in jedem Bundesland dieselben. Ein Liefertermin unmittelbar daneben sollte bestätigt und nicht unterstellt werden.
Die Be- und Entladebedingungen entscheiden mehr, als es aussieht. Ob ein Standort eine Rampe hat oder eine Ladebordwand braucht, ob seitlich oder von oben verladen werden muss, ob an beiden Enden ein Stapler samt Bediener bereitsteht und ob der Empfänger einen Palettentausch erwartet: Jeder dieser Punkte ändert das Fahrzeug, und das Fahrzeug ändert den Preis.
Der grenzüberschreitende Straßentransport läuft unter dem CMR-Übereinkommen, und der Frachtbrief ist der maßgebliche Nachweis darüber, was in welchem Zustand übergeben wurde. Dabei ist es wichtig, klar zu sehen, dass die Haftung des Frachtführers nach diesem Übereinkommen etwas anderes ist als eine Versicherung über den vollen Warenwert. Wer als Versender eine Deckung zum vollen Wert braucht, vereinbart sie gesondert.
Was LogisticID im Deutschlandverkehr organisiert
LogisticID koordiniert europäischen Straßengüterverkehr über unabhängige Transportunternehmen: Komplettladungen, Teilladungen, Palettensendungen und Expresstransporte zu und von deutschen Be- und Entladestellen. Jede Anforderung wird gegen die konkrete Ladung, die Termine und die beteiligten Standorte disponiert. Es gibt keinen festen Fahrplan, in den gebucht wird, und keine vorgehaltene Kapazität, die verkauft würde.
See-, Luft-, Schienen- und Lagerleistungen sind geplant und werden derzeit nicht organisiert; das gilt ebenso für temperaturgeführte Transporte und Gefahrguttransporte auf der Straße. Wo eine deutsche Anforderung von einem dieser Punkte abhängt, hilft es mehr, das von Anfang an zu sagen, als ein Angebot zu erhalten, das nicht eingehalten werden könnte.
Zweiwegeverkehr erklärt, warum sich Kapazität hier anders verhält
Deutschland ist die Relation, über die in Mitteleuropa alles andere verbunden ist, und die praktische Folge für einen Versender heißt Kapazität. Das Aufkommen in beide Richtungen ist auf den Hauptstrecken dicht genug, dass ein Fahrzeug auf dem Weg nach Deutschland eine realistische Aussicht auf eine Rückladung hat — und genau das hält die Preise je Richtung hier näher beieinander als auf einer Relation in einen Markt, der kaum Rückfracht erzeugt.
Für eine Komplettladung heißt das, dass es meist um Equipment und Termine geht und nicht darum, ob überhaupt ein Fahrzeug zu finden ist. Für eine Teilladung heißt es, dass die Sammelgutnetze nach und aus Deutschland zu den dichter getakteten in Europa gehören, sodass eine Palette den nächsten Abgang erreicht, statt auf einen zu warten, der erst gebildet werden muss.
Was deutsche Entladestellen erwarten
Ein großer Teil der Warenannahme in Deutschland findet in Verteilzentren mit Zeitfenstersystem statt: Das Fahrzeug soll innerhalb eines Fensters eintreffen, und die Aussicht, andernfalls an diesem Tag nicht entladen zu werden, ist real. Bei einem Transport über mehrere hundert Kilometer lässt sich dieses Risiko nicht am Ziel steuern — es wird darüber gesteuert, wann das Fahrzeug losfährt.
Beschränkungen für schwere Nutzfahrzeuge an Sonn- und Feiertagen sind ein feststehender Bestandteil der Transportplanung in Deutschland, mit Ausnahmen je nach Ladung. Liegt ein Liefertermin in ihrer Nähe, sollte die Lage für die konkreten Tage geklärt und nicht angenommen werden; bei einem eiligen Transport ist das die Randbedingung, die am ehesten den Plan bestimmt.
Leistungen im Straßengüterverkehr
Zugänge
Wie Ware diesen Markt erreicht und verlässt.
- Überseehäfen für Container in Hamburg und Bremerhaven, mit Weiterlauf ins Hinterland per Lkw, Bahn und Binnenschiff.
- Die Benelux-Häfen, die große Teile West- und Süddeutschlands auf dem Landweg bedienen und mit den deutschen Häfen unmittelbar um dieselbe Ladung konkurrieren.
- Straßenrelationen nach Westen in die Niederlande und nach Belgien, nach Osten nach Polen und Tschechien sowie nach Süden nach Österreich und in die Schweiz.
- Duisburg und das Netz der Binnenterminals, wo Straße, Schiene und Binnenschiff zusammentreffen.
- Frankfurt als großer Luftfrachtflughafen — daneben die verbreitete Praxis, Luftfracht vor dem Abflug per Lkw zwischen europäischen Flughäfen zu fahren.
Kalkulation
Was hier ein Angebot bestimmt.
- Vollständige Postleitzahlen an beiden Enden. Eine deutsche Postleitzahl sagt einem Transportunternehmen mehr über den Auftrag als der Ortsname.
- Die Be- und Entladeart: Rampe, Schräge, Ladebordwand, Seiten- oder Dachverladung — und wer Gerät und Personal stellt.
- Ob einer der Standorte mit gebuchten Zeitfenstern arbeitet und wer die Buchung vornimmt: Versender, Empfänger oder Transportunternehmen.
- Palettenart, Stapelbarkeit und ob ein Palettentausch erwartet wird. Die Tauschpraxis unterscheidet sich zwischen Vertragspartnern und will vereinbart und nicht unterstellt werden.
- Ob der Transport ein Wochenende oder einen Feiertag berührt, denn Fahrverbote und Öffnungszeiten wirken beide darauf ein.
- Ob die Ware unter zollamtlicher Überwachung steht oder an ein Containerterminal gebunden ist, denn der Freistellungsstatus bestimmt, ab wann sich ein Fahrzeug sinnvoll disponieren lässt.
- Alles Gefährliche oder Temperaturempfindliche, bereits bei der Anfrage genannt: Solche Transporte sind geplante und keine gegenwärtigen Leistungen, und das klärt sich besser vor der Planung als an der Rampe.
Vom Markt zum Transport
Die beiden Ladestellen benennen, nicht nur das Land.
Ein Land setzt den Rahmen. Eine brauchbare Frachtanfrage braucht darüber hinaus Postleitzahlen, Ware und Termine.
Frachtanfrage stellen