Spedition
Kanada: zwei Küsten, lange Schiene, eine bestimmende Landgrenze
Kanadische Fracht wird von der Entfernung und von der Nähe zu einem sehr großen Nachbarn geprägt. Welche Küste eine Sendung nutzt und ob sie die Landgrenze quert, entscheidet den größten Teil des Plans.
- Handelsregion
- Nordamerika
- Zoll
- Außerhalb des Zollgebiets der EU
- Straßengüterverkehr
- Außerhalb des Straßengüterverkehr-Angebots

Die Küstenwahl ist eine Entscheidung über den Landabschnitt
Die pazifischen Tore bedienen den Transpazifikverkehr und speisen das Landesinnere per Bahn. Die atlantischen Tore bedienen den Europa- und Mittelmeerverkehr und speisen die östlichen Bevölkerungszentren. Beide sind kein Ersatz füreinander: Die falsche Wahl hängt einer Sendung einen kontinentalen Bahnabschnitt an, den sie nicht gebraucht hätte.
Weil Bevölkerung und Industriebasis in einem verhältnismäßig schmalen Band liegen, lautet die nützliche Frage nicht, welcher Hafen dem Ursprung am nächsten liegt, sondern welcher Hafen den kürzeren, besser angebundenen Landabschnitt zum tatsächlichen Ziel hat.
Die Schiene ist hier keine Alternative, sie ist der Normalfall
Die kanadischen Binnenentfernungen sind lang genug, dass die Bahn einen großen Teil des Containerverkehrs zwischen den Häfen und dem Landesinneren trägt, während die Straße Abholung, Zustellung und die kürzeren regionalen Abschnitte übernimmt.
Für die Planung hat das eine praktische Folge. Ein kombinierter Transport erbt an beiden Enden die Cut-offs und Öffnungsmuster der Terminals, und die Straßenabschnitte müssen darum herum disponiert werden. Ein Haus-zu-Haus-Plan, der das Terminal ignoriert, ist ein Plan mit einer Lücke in der Mitte.
Nord-Süd-Verkehr ist ein anderes Problem als Import und Export
Ein großer Teil des kanadischen Handels quert die Landgrenze zu den Vereinigten Staaten, und dieser Verkehr verhält sich wie inländischer Straßengüterverkehr mit einem Zollschritt und nicht wie internationale Seefracht.
Die Anforderungen an der Landgrenze unterscheiden sich nach Ware und nach den Programmen, an denen ein Transportunternehmen teilnimmt, und sie ändern sich. Die Lage für einen konkreten Transport sollte bei der zuständigen Zollbehörde geklärt und nicht aus einer allgemeinen Beschreibung abgeleitet werden.
Zugänge
Wie Ware diesen Markt erreicht und verlässt.
- Pazifische Containerterminals für den Transpazifikverkehr, mit Bahnanbindung ins Landesinnere
- Atlantische Containerterminals für den Europa- und Mittelmeerverkehr
- Binnenterminals des kombinierten Verkehrs, wo Container zwischen Bahn und Straße wechseln
- Straßenübergänge an der Grenze zu den Vereinigten Staaten, die einen großen Teil des Gesamthandels tragen
- Luftfracht über die großen Flughäfen für zeitkritische und hochwertige Sendungen
Kalkulation
Was hier ein Angebot bestimmt.
- Ob der Transport eine Einfuhr, eine Ausfuhr oder eine Nord-Süd-Landquerung ist, denn das sind drei verschiedene Vorgänge und keine Varianten eines einzigen
- Ob die Ware anschließend in die Vereinigten Staaten oder aus ihnen heraus weiterläuft, was den Status verändert, den sie bei Ankunft braucht
- Ob der Empfänger die Registrierung hält, auf die eine Anmeldung abgegeben wird — eine Frage für einen Zollagenten und keine Annahme
- Ob das Ziel ganzjährig oder nur zeitweise bedient wird, was das Zustellfenster stärker bestimmen kann als der Seeabschnitt
- Genehmigungen der Provinzen bei Schwer- oder Großraumtransporten, die auf einer einzigen Route nicht einheitlich sind
Vom Markt zum Transport
Die beiden Ladestellen benennen, nicht nur das Land.
Ein Land setzt den Rahmen. Eine brauchbare Frachtanfrage braucht darüber hinaus Postleitzahlen, Ware und Termine.
Europäischer Straßengüterverkehr