Equipment
Pritschenauflieger
Ein Pritschenauflieger ist eine Ladefläche auf einem Fahrgestell. Es gibt nichts, wogegen geladen wird, nichts zum Anlehnen und nichts darüber — die Sicherung der Ladung ist deshalb kein Arbeitsschritt, sondern die Arbeit.
- Verkehrsträger
- Straße
- Veröffentlichte Werte
- 14, jeweils mit benannter Quelle

Eine Plattform, kein Behälter
Ein Pritschenauflieger ist eine ebene Ladefläche ohne Wände, ohne Dach und meist nur mit einer niedrigen Stirnwand. Er ist der einfachste Auflieger im Straßengüterverkehr und derjenige, der den Beladenden am meisten abverlangt.
Er existiert für Ware, die in nichts hineingeht: Güter, die für einen geschlossenen Aufbau zu hoch sind, für dessen Türöffnung zu breit, oder so geformt, dass sie von oben oder von der Seite per Kran aufgesetzt werden müssen, statt von einem Ende hineingeschoben zu werden.
Die Sicherung ist die ganze Arbeit
In einem geschlossenen Auflieger halten Wände und Dach eine Ladung, die sich ein wenig bewegt. Auf einer Pritsche hält sie nichts. Eine Ladung, die sich bewegt, geht seitlich vom Fahrzeug — und die Folge ist keine beschädigte Sendung, sondern ein Verkehrsunfall.
Gesichert wird deshalb mit Zurrmitteln an belastbaren Zurrpunkten, mit Form- und Kraftschluss gegen Bewegung in jede Richtung und mit Kantenschutz dort, wo ein Gurt über eine Kante läuft, die ihn durchtrennen würde. Wie viel Sicherung eine Ladung braucht, hängt von ihrem Gewicht, ihrer Form, der Reibung auf der Ladefläche und der Stapelung ab — weshalb sie für die Ladung berechnet und nicht aus Gewohnheit übernommen wird.
Planen und Netze sind Witterungsschutz und halten loses Material zusammen. Sie sind keine Ladungssicherung, und eine Ladung, die nur von einer Plane gehalten wird, ist eine ungesicherte Ladung.
Beladung von oben verlagert die Anforderung auf den Standort
Weil eine Pritsche auf allen Seiten offen ist, lässt sie sich per Kran, per Seitenstapler oder durch Aufrollen der Ladung beladen. Das ist der Vorteil, und er verschiebt die Anforderung vom Fahrzeug auf den Standort: Es muss Hebezeug geben, das das Stück heben kann, und freien Raum über dem Auflieger, um es einzuschwenken.
Ein Standort, der einen Planenauflieger mit einem kleinen Stapler entladen kann, kann unter Umständen einen Pritschenauflieger mit demselben Gewicht in einem Stück nicht entladen. Die Hebemöglichkeit an beiden Enden gehört in die Beauftragung und nicht in den Anruf bei der Zustellung.
Höhe, Breite und die Papiere, die daraus folgen
Auf einer Pritsche ist nichts vor einer niedrigen Brücke geschützt, und nichts begrenzt die Ladung auf die Breite der Ladefläche. Überschreitet die Ware die Maße, die ein Fahrzeug ohne besondere Regelung befördern darf, wird daraus ein Großraum- oder Schwertransport — mit Vorgaben zur Streckenführung, Genehmigungen und mitunter Begleitung.
Diese Anforderungen unterscheiden sich nach Land und nach den konkreten Maßen und ändern sich. Ob eine bestimmte Ladung diese Grenze überschreitet und was sie dann braucht, wird mit der zuständigen Straßenbehörde für die Strecke geklärt und nicht aus der Größe des Stücks geschlossen.
Geeignet für
Wofür dieses Equipment gedacht ist.
- Maschinen, Anlagen und Stahlbau, die sich nicht einhausen lassen
- Baustoffe, die an beiden Enden per Kran oder Seitenstapler gehandhabt werden
- Ware, die von oben statt durch eine Tür geladen werden muss
- Stücke, deren Höhe oder Breite jeden geschlossenen Aufbau ausschließt
Technische Angaben
Veröffentlichte Werte und wer sie veröffentlicht.
Das sind keine Branchenkonstanten. Jeder Wert unten ist die Angabe eines benannten Herausgebers über sein eigenes Equipment zum Datum der Prüfung, und wo Herausgeber voneinander abweichen, sagt die Zeile das. Für eine konkrete Sendung zählt die Angabe zum tatsächlich eingesetzten Fahrzeug oder Container.
- Länge der Ladefläche
- 13,620 mmWörtlich 'Loading area length clearance: 13,620 mm', und Kögel wiederholt den Wert für jede aufgeführte Fahrgestellvariante identisch (CARGO P90, CARGO P120, zweiachsiger CARGO, CARGO Coil, LIGHT PLUS, MEGA) — in dieser Baureihe ist er also unabhängig vom Fahrgestell. Kögel veröffentlicht auf dieser Seite weder eine BREITE der Ladefläche noch eine Ladehöhe.Kögel Trailer GmbH — Quelle, geprüft 2026-08-14
- Leergewicht
- 4.900 (3-achsiger CARGO P90/P120, Grundausführung) / 4.300 (2-achsiger CARGO und LIGHT PLUS, Grundausführung) kgWörtlich 'Tare weight in basic version: 4,900 kg' (CARGO P90 und P120) und '4,300 kg' (zweiachsiges CARGO-Fahrgestell, LIGHT-PLUS-Fahrgestell). Kögels Formulierung 'in basic version' trägt Gewicht — eine Pritsche mit Stirnwand, Bordwänden und Rungen wiegt mehr (die Multi-Ausführung wird gesondert mit rund 5.500 kg angegeben). Eine Pritsche ist der leichteste dieser fünf Aufbautypen, und genau darum geht es bei ihr.Kögel Trailer GmbH — Quelle, geprüft 2026-08-14
- Zulässiges Gesamtgewicht der Kombination
- 39.000 (P90) / 42.000 (P120) / 30.000 (2-achsig) kgWörtlich 'Technically feasible overall weight' je Variante, dazu 'Technically feasible axle load: 27,000 kg' (dreiachsig) oder 18.000 kg (zweiachsig) und eine Stützlast von 12.000 bis 15.000 kg. Kögels wiederkehrendes 'technically feasible' ist dieselbe Vorsicht wie Krones 'technically possible': konstruktive Grenzen, oberhalb der 40-t-Obergrenze für Fahrzeugkombinationen nach 96/53/EG Anhang I 2.2.2 im Straßenverkehr.Kögel Trailer GmbH — Quelle, geprüft 2026-08-14
- Nutzlast
- bis zu 30.500 kgWörtlich aus Kögels eigener Pressemitteilung (auf der Seite datiert 18.10.22): 'the three-axle Multi in the basic version is available with a tare weight as low as approx. 5,500 kilograms. The corresponding, theoretically possible payload is up to 30,500 kilograms.' Kögel selbst sagt 'theoretically possible', und die Überschrift der Seite sagt 'in theory'. Es gilt für eine Aufbauvariante in Grundausstattung; die 40-t-Grenze im Straßenverkehr bleibt maßgeblich.Kögel Trailer GmbH — Quelle, geprüft 2026-08-14
- Ladungssicherungspunkte
- 24 Paar Zurrringe für 5 Tonnen (optionaler VarioFix-Rahmen) RingpaareDie EINZIGE feste Stückzahl, die sich überhaupt finden ließ, und sie ist produktbezogen und keine Norm. Wörtlich: 'there are numerous options for friction-locked load-securing with tension straps, for example, the Kögel VarioFix external frame with 24 pairs of five-ton lashing rings'. Es ist Sonderausstattung eines Kögel-Aufbaus. Krone drückt das Entsprechende als Abstand statt als Anzahl aus ('Multi Lock external frame — Strapping points at intervals of 100 mm') und Schmitz als 'standard lashing holes in the outer frame'. Verallgemeinern Sie das nicht zu 'eine Pritsche hat 48 Zurrpunkte'.Kögel Trailer GmbH — Quelle, geprüft 2026-08-14
- Bodenbelastung
- bis zu 7.200 kgWörtlich 'The Multi is tested for a floor loading capacity of up to 7,200 kilograms.' Kögel nennt auf dieser Seite die Prüfgrundlage nicht (Krone zitiert DIN EN 283 und drückt das Entsprechende als 'stacker-truck axle load' aus), die beiden sind also nicht streng vergleichbar, und 7.200 kg gehören Kögels Multi zugeschrieben und nicht Pritschenaufliegern allgemein.Kögel Trailer GmbH — Quelle, geprüft 2026-08-14
- Ladungssicherung, EN 12642 Code XL
- Bei Schmitz und Krone auf Curtainsidern serienmäßig zertifiziert; bei Kögel-Pritschenaufbauten optional ZertifizierungDrei getrennte wörtliche Bestätigungen, und der Unterschied zwischen ihnen zählt: Schmitz — 'DIN EN 12642 Code XL. Certified structural rigidity as standard.'; Krone-Datenblatt — 'load security certificate according EN 12642 Code XL'; Kögel-Pritschenseite — 'Optionally with certification according to EN 12642 XL (VDI 2700)'. XL ist bei gängigen Curtainsidern also Standard und bei Pritschenaufbauten eine BESTELLOPTION. Eine Seite darf nicht behaupten, ein bestimmter zum Auftrag erscheinender Auflieger sei XL-zertifiziert — das ist eine Tatsache je Fahrzeug, und die EG-Leitlinien sagen, die Belastbarkeit solle am Fahrzeug gekennzeichnet sein und ohne sichtbare Kennzeichnung sei anzunehmen, dass die Plane keine lastaufnehmende Funktion hat.Schmitz Cargobull / Krone / Kögel — Quelle, geprüft 2026-08-14
- Seitenwandfestigkeit, EN 12642 XL
- 40 (0,4 P), über die Länge und mindestens 75 % der inneren Seitenwandhöhe verteilt % der NutzlastAus der englischen PDF-Fassung von 'Cargo securing for road transport — 2014 European best practices guidelines' (ISBN 978-92-79-43665-9), abgerufen aus diesem Datensatz, etwa S. 16 bis 18. Wörtlich: 'If the side walls are built according to EN 12642 XL the side walls are tested to take up a force corresponding to 40 % of the payload (0.4 P) uniformly distributed over the length and at least 75% of internal height of the sidewall.' Begleitwerte auf denselben Seiten: XL-Stirnwand 50 % (0,5 P), XL-Rückwand 30 % (0,3 P); die niedrigeren Stufen nach Code L sind Stirnwand 40 % max. 5.000 daN, Seitenwände 30 %, Rückwand 25 % max. 3.100 daN. Entscheidend ist die Feststellung der Leitlinien, dass 'side walls in a curtainsider built according to EN 12642 L is regarded as a weather protection only'. Die Leitlinien sind rechtlich nicht bindend; der Text der EN-Norm selbst ist bei CEN kostenpflichtig und wurde nicht herangezogen.European Commission, Directorate-General for Mobility and Transport — Quelle, geprüft 2026-08-14
- Anordnung der Zurrpunkte (EN 12640)
- paarweise gegenüberliegend; 0,7–1,2 m Längsabstand; höchstens 0,25 m vom Außenrand mWörtlich aus derselben EG-Veröffentlichung von 2014 (etwa S. 21): 'Lashing points in load carriers should be placed in pairs, opposite each other, along the long sides with a spacing of 0.7 – 1.2 m longitudinally and a maximum of 0.25 metres from the outer edge. Continuous lashing anchorage bars are preferable.' Das ist die Antwort auf die Frage nach der Zahl genormter Zurrpunkte: Die Norm legt ABSTAND und FESTIGKEIT fest, keine Anzahl — eine Anzahl darf also nicht als genormt veröffentlicht werden. Die Hersteller weichen darin voneinander ab (Krones Multi-Lock-Außenrahmen bietet Positionen alle 100 mm, weit dichter als das Mindestmaß).European Commission, Directorate-General for Mobility and Transport — Quelle, geprüft 2026-08-14
- Festigkeit der Zurrpunkte (EN 12640)
- 800 (3,5–7,5 t); 1.000 (über 7,5–12,0 t); 2.000 (über 12,0 t), 4.000 allgemein empfohlen daNTabelle 3 derselben Veröffentlichung, wörtlich einschließlich ihres Sternchens wiedergegeben: 'Vehicle total mass in tonnes / Strength of lashing point in daN — 3.5 to 7.5 : 800; above 7.5 to 12.0 : 1.000; above 12.0 : 2.000* *(in general 4.000 daN is recommended)'. Für jeden hier betrachteten Sattelauflieger gilt nur die Zeile 'above 12.0 t'. Die Leitlinien ergänzen, dass 'Lashing points in sound condition on a vehicle in sound condition are considered to meet the requirements ... even if no certificates are available' — eine zustandsabhängige Vermutung und keine Garantie.European Commission, Directorate-General for Mobility and Transport — Quelle, geprüft 2026-08-14
EU legal maximum
- Maximale Höhe
- 4.00 mAnhang I Nummer 1.3, gilt für jedes Fahrzeug. Das ist die Obergrenze, aus der die Bauform des Megatrailers folgt: 4,00 m Gesamthöhe abzüglich Reifen, Fahrgestell und Dach ergeben die rund 3,00 m Innenhöhe, die Krone nennt. Nationale Ausnahmen bestehen — Artikel 4 Absatz 2 erlaubt den Mitgliedstaaten, im NATIONALEN Verkehr Fahrzeuge zuzulassen, die unter anderem von Nummer 1.3 abweichen, weshalb höhere Kombinationen in manchen Staaten rechtmäßig verkehren und grenzüberschreitend nicht. Die konsolidierten Fassungen von EUR-Lex sind Arbeitshilfen ohne Rechtswirkung; verbindlich sind allein die Fassungen im Amtsblatt.European Union — Directive 96/53/EC, consolidated text (EUR-Lex) — Quelle, geprüft 2026-08-14
- Maximale Breite
- 2,55 (allgemein); 2,60 (temperaturgeführte Fahrzeuge) mAnhang I Nummer 1.2: (a) alle Fahrzeuge außer temperaturgeführten 2,55 m; (b) Aufbauten temperaturgeführter Fahrzeuge oder temperaturgeführte Container und Wechselaufbauten 2,60 m. Genau die zusätzlichen 50 mm für temperaturgeführte Aufbauten erlauben einem Kühlauflieger trotz isolierter Wände 2.490 mm innen und erklären die Angabe '2,460 or 2,490 mm' von Schmitz. Konsolidierte Fassung — siehe den Vorbehalt zur Verbindlichkeit oben.European Union — Directive 96/53/EC, consolidated text (EUR-Lex) — Quelle, geprüft 2026-08-14
- Maximale Länge, Sattelzug
- 16.50 mAnhang I Nummer 1.1 (Sattelkraftfahrzeug); ein Lastzug misst 18,75 m. Zusammen mit Nummer 1.6 — größter Abstand von der Achse des Sattelzapfens bis zum Heck des Sattelanhängers, 12,00 m — ist das der Grund, warum 13,62 m die nahezu durchgängige europäische Innenlänge ist. Nummer 1.5 verlangt zusätzlich, dass die Kombination innerhalb eines Kreisrings mit 12,50 m Außen- und 5,30 m Innenradius wenden kann. Konsolidierte Fassung; nationale Ausnahmen nach Artikel 4.European Union — Directive 96/53/EC, consolidated text (EUR-Lex) — Quelle, geprüft 2026-08-14
- Maximales Gewicht, Fahrzeugkombination
- 40 t (fünf-/sechsachsiger Sattelzug); 44 t (dreiachsige Zugmaschine + zwei-/dreiachsiger Sattelanhänger im kombinierten Verkehr mit Containern/Wechselaufbauten bis 45 Fuß); 42 t (zweiachsige Zugmaschine + dreiachsiger Sattelanhänger, derselbe Fall) TonnenAnhang I Nummer 2.2.2 Buchstaben a bis d. Das ist die Zahl, die jede Nutzlastangabe der Hersteller oben unbuchbar macht, und die eine regulatorische Tatsache, die eine Equipmentseite nicht weglassen darf: Die 40 t umfassen Zugmaschine, Auflieger und Ladung. Die Werte 44 t und 42 t gelten NUR für den im Text beschriebenen Fall des kombinierten Verkehrs mit Containern oder Wechselaufbauten und dürfen nicht als allgemeine Straßengrenze zitiert werden. Die Mitgliedstaaten können im nationalen Verkehr nach Artikel 4 Absatz 2 Abweichungen zulassen, grenzüberschreitende und inländische Grenzen unterscheiden sich also.European Union — Directive 96/53/EC, consolidated text (EUR-Lex) — Quelle, geprüft 2026-08-14
Randbedingungen
Was den Ablauf begrenzt.
- Die Sicherung wird für die Ladung berechnet und nicht von der letzten übernommen
- Hebezeug und freier Raum darüber an Be- und Entladestelle
- Witterung auf der gesamten Fahrt, die manche Ware schlicht nicht verträgt
- Eine Plane ist eine Abdeckung, niemals eine Sicherung
- Wo die Maße das im Regelbetrieb Zulässige überschreiten, sind Genehmigung und Streckenführung ein eigener Vorgang, der mit der Straßenbehörde geklärt wird
Vom Equipment zum Ladeplan
Die Einheit gegen die tatsächliche Ware prüfen.
Die Eignung hängt von der Ware, dem Beladeverfahren und den Angaben zu dem Equipment ab, das tatsächlich gestellt wird.
Europäischer Straßengüterverkehr